Die Behandlung feuchter AMD
Es gibt 3 gesicherte Methoden zur Behandlung feuchter AMD.
- Laserphotokoagulation
- PDT
- Anti-VEGF-Therapie
Laserphotokoagulation
In den 1980-iger Jahren konnte in randomisierten klinischen Studien gezeigt werden, dass die Laserphotokoagulation eine wirksame Methode zur Behandlung extrafovealer CNV bei AMD ist. Sie verursacht durch einen thermisch wirsamen Laser eine Zerstörung der CNV. Da die Gewebeschädigung durch die Laserbehandlung aber nicht selektiv ist, zerstört sie auch die darüber liegende Netzhaut, was mit einem sofotigen Sehverlust einhergeht. AUf Grund dieses Nachteils ist die Laserphotokoagulation nur zur Behandlung von außerhalb der zentralen Makula liegenden AMD Läsionen einsetzbar. Dies sind aber nur 15% der Fälle. Ein anderer Nachteil dieser Therapie ist die hohe Rezidiven (bis zu 60%).
Die Argonlaserphotokoagulation wurde 1991 in einer großen Studie an Patienten mit verschiedenen Subtypen der neovaskulären AMD evaluiert (Photocoagulation Study, MPS). Bei Patienten mit einer scharf begrenzten extrafoveolären AMD führte die Laserphotokoagulation zu einer signifikanten Reduktion des Risikos für einen starken Visusverlust in den ersten beiden Jahren. Die hohe Rezidivrate von 54% verminderte den Erfolg der Behandlung im 3. bis 5. Jahr der Nachbeobachtungszeit.
Die Argonlaserphotokoagulation wurde 1991 in einer großen Studie an Patienten mit verschiedenen Subtypen der neovaskulären AMD evaluiert (Photocoagulation Study, MPS). Bei Patienten mit einer scharf begrenzten extrafoveolären AMD führte die Laserphotokoagulation zu einer signifikanten Reduktion des Risikos für einen starken Visusverlust in den ersten beiden Jahren. Die hohe Rezidivrate von 54% verminderte den Erfolg der Behandlung im 3. bis 5. Jahr der Nachbeobachtungszeit.
Photodynamische Therapie
Eine neue Behandlungsmöglichkeit gegen feuchte AMD ist die Photodynamische Therapie in Kombination mit dem Wirkstoff Verteporfin.
Das Medikament - ein Photosensibilisator - wird mit intravenöser Infusion in die Blutbahn des Patienten geleitet. Sobald Verteporfin auf diesem Weg die Netzhaut erreicht hat, wird es durch einen nicht-thermischen Laser aktiviert.
Der sanfte Strahl des Niedrig-Energie-Lasers lässt die Netzhaut völlig unbeeinträchtigt. Durch das Licht angeregt, reagiert das Medikament und zerstört ausschließlich die erkrankten Stellen in und um die Makula.
Die wuchernden Blutgefäße werden gezielt verschlossen, ohne dass umliegendes sensibles Netzhautgewebe zerstört wird. Leider können die Gefäßwucherungen nach einigen Monaten wieder auftreten. Daher ist es von Vorteil, dass die Therapie in Intervallen von drei Monaten wiederholt werden kann - weitgehend schmerz- und nebenwirkungsfrei.
Das Medikament - ein Photosensibilisator - wird mit intravenöser Infusion in die Blutbahn des Patienten geleitet. Sobald Verteporfin auf diesem Weg die Netzhaut erreicht hat, wird es durch einen nicht-thermischen Laser aktiviert.
Der sanfte Strahl des Niedrig-Energie-Lasers lässt die Netzhaut völlig unbeeinträchtigt. Durch das Licht angeregt, reagiert das Medikament und zerstört ausschließlich die erkrankten Stellen in und um die Makula.
Die wuchernden Blutgefäße werden gezielt verschlossen, ohne dass umliegendes sensibles Netzhautgewebe zerstört wird. Leider können die Gefäßwucherungen nach einigen Monaten wieder auftreten. Daher ist es von Vorteil, dass die Therapie in Intervallen von drei Monaten wiederholt werden kann - weitgehend schmerz- und nebenwirkungsfrei.
Anti-VEGF-Therapie
Die feuchte AMD ist gekennzeichnet durch das krankhafte Wachstum von Blutgefäßen in die Netzhaut. Ein neuer Ansatz für die Behandlung besteht in der Hemmung dieses Gefäßwachstums durch eine gezielte Blockade des Wachstumsfaktors VEGF-A (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor).
1989 führten Napoleone Ferrara, M.D. zukunftsweisende Arbeiten in diesem Bereich durch, die zum Nachweis und zum Klonen eines Gens mit dem Namen vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) führte, der heute als VEGF-A bezeichnet wird. Das VEGF-Protein spielt eine entscheidende Rolle bei der Gefäßneubildung (Angiogenese) und ist einer der wichtigsten Faktoren für die Bildung neuer Blutgefäße. Der Prozess der Angiogenese wird normalerweise während der gesamten Entwicklung und des Erwachsenenlebens gesteuert. Das unkontrollierte Wachstum neuer Blutgefäße ist ein wichtiger Faktor für eine Reihe von krankhaften Zuständen wie etwa der feuchten AMD.
In jüngster Zeit wurden Präparate entwickelt, die so genannten Anti-VEGF-Substanzen. Diese Medikamente unterbinden das Wachstum neuer krankhafter Blutgefäße im Auge und sind bei der Behandlung der feuchten Form der Makuladegeneration sehr erfolgreich. Eine dieser neuen Substanzen kann beim Großteil der Patienten die Sehleistung verbessern, ein Behandlungsergebnis, das früher nicht erzielt werden konnte.
Fragen Sie Ihren behandelnden Augenarzt, wenn Sie mehr über neue Therapiemöglichkeiten bei feuchter AMD wissen möchten oder kontaktieren Sie eines der ca. 30 Netzhautzentren in Österreich
1989 führten Napoleone Ferrara, M.D. zukunftsweisende Arbeiten in diesem Bereich durch, die zum Nachweis und zum Klonen eines Gens mit dem Namen vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) führte, der heute als VEGF-A bezeichnet wird. Das VEGF-Protein spielt eine entscheidende Rolle bei der Gefäßneubildung (Angiogenese) und ist einer der wichtigsten Faktoren für die Bildung neuer Blutgefäße. Der Prozess der Angiogenese wird normalerweise während der gesamten Entwicklung und des Erwachsenenlebens gesteuert. Das unkontrollierte Wachstum neuer Blutgefäße ist ein wichtiger Faktor für eine Reihe von krankhaften Zuständen wie etwa der feuchten AMD.
In jüngster Zeit wurden Präparate entwickelt, die so genannten Anti-VEGF-Substanzen. Diese Medikamente unterbinden das Wachstum neuer krankhafter Blutgefäße im Auge und sind bei der Behandlung der feuchten Form der Makuladegeneration sehr erfolgreich. Eine dieser neuen Substanzen kann beim Großteil der Patienten die Sehleistung verbessern, ein Behandlungsergebnis, das früher nicht erzielt werden konnte.
Fragen Sie Ihren behandelnden Augenarzt, wenn Sie mehr über neue Therapiemöglichkeiten bei feuchter AMD wissen möchten oder kontaktieren Sie eines der ca. 30 Netzhautzentren in Österreich
Während der Behandlung
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Sie erhalten eine Infusion des lichtempfindlichen Medikamentes mit dem Wirkstoff Verteporfin. 15 Minuten nach Infusionsbeginn wird das Medikament, das sich mittlerweile in den Gefäßwucherungen angesammelt hat, mittels eines nicht-thermischen Lasers aktiviert. Durch das Licht des Lasers wird das Medikament Verteporfin aktiviert und verschließt die schadhaften Gefäße.
Das bei der PDT verwendete Laserlicht wirkt sehr schonend, da keine Hitzeentwicklung stattfindet und daher keine unbeteiligten Zellen zerstört werden. Der Arzt wird Ihre Augen mit Augentropfen betäuben und dann ein spezielles Kontaktglas in das zu behandelnde Auge einsetzen. Danach wird der Laserstrahl durch das Kontaktglas auf die zu behandelnde Stelle der Netzhaut gelenkt. Der Laserstrahl wird exakt 83 Sekunden lang auf den erkrankten Augenbereich gerichtet.
Die Photodynamische Therapie kann ambulant durchgeführt werden. Allerdings verbleibt der lichtempfindliche Farbstoff Verteporfin nach der Behandlung noch einige Zeit im Körper. Nach etwa 48 Stunden ist er vollständig wieder ausgeschieden. Während dieser Zeit ist ein sicherer Schutz vor starkem Lichteinfall erforderlich. Die Augen werden mit einer speziellen Lichtschutzbrille geschützt.
Da sich der Farbstoff im Körper verteilt, sollte auch die gesamte Haut bedeckt sein, z.B. durch das Tragen langärmeliger Kleidung. Nach der Behandlung trägt man darüber hinaus ein beschriftetes Armband, das im Falle eines Unfalls den behandelnden Arzt über die erfolgte Therapie informiert. Die Photodynamische Therapie wird in den meisten Fällen sehr gut vertragen. Nebenwirkungen treten nur in sehr seltenen Fällen auf. Meist sind dies dann unerwünschte Reaktionen an der Injektionsstelle oder eine vorübergehende Verstärkung der Sehstörungen kurz nach der Behandlung. Auch kann es zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Haut kommen, wenn der Lichtschutz in den 48 Stunden nach der Behandlung nicht eingehalten wird. Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen oder schweren Herzerkrankungen ist die Behandlung mit dem Farbstoff sorgfältig abzuwägen. Nicht angewendet werden darf dieses Medikament bei Überempfindlichkeit gegen Porphyrin oder beim Vorliegen der Stoffwechselkrankheit Porphyrie. In Zweifelsfällen ist eine vorherige Untersuchung durch den Hausarzt nötig.
Das bei der PDT verwendete Laserlicht wirkt sehr schonend, da keine Hitzeentwicklung stattfindet und daher keine unbeteiligten Zellen zerstört werden. Der Arzt wird Ihre Augen mit Augentropfen betäuben und dann ein spezielles Kontaktglas in das zu behandelnde Auge einsetzen. Danach wird der Laserstrahl durch das Kontaktglas auf die zu behandelnde Stelle der Netzhaut gelenkt. Der Laserstrahl wird exakt 83 Sekunden lang auf den erkrankten Augenbereich gerichtet.
Die Photodynamische Therapie kann ambulant durchgeführt werden. Allerdings verbleibt der lichtempfindliche Farbstoff Verteporfin nach der Behandlung noch einige Zeit im Körper. Nach etwa 48 Stunden ist er vollständig wieder ausgeschieden. Während dieser Zeit ist ein sicherer Schutz vor starkem Lichteinfall erforderlich. Die Augen werden mit einer speziellen Lichtschutzbrille geschützt.
Da sich der Farbstoff im Körper verteilt, sollte auch die gesamte Haut bedeckt sein, z.B. durch das Tragen langärmeliger Kleidung. Nach der Behandlung trägt man darüber hinaus ein beschriftetes Armband, das im Falle eines Unfalls den behandelnden Arzt über die erfolgte Therapie informiert. Die Photodynamische Therapie wird in den meisten Fällen sehr gut vertragen. Nebenwirkungen treten nur in sehr seltenen Fällen auf. Meist sind dies dann unerwünschte Reaktionen an der Injektionsstelle oder eine vorübergehende Verstärkung der Sehstörungen kurz nach der Behandlung. Auch kann es zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Haut kommen, wenn der Lichtschutz in den 48 Stunden nach der Behandlung nicht eingehalten wird. Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen oder schweren Herzerkrankungen ist die Behandlung mit dem Farbstoff sorgfältig abzuwägen. Nicht angewendet werden darf dieses Medikament bei Überempfindlichkeit gegen Porphyrin oder beim Vorliegen der Stoffwechselkrankheit Porphyrie. In Zweifelsfällen ist eine vorherige Untersuchung durch den Hausarzt nötig.
Nach der Behandlung
Nach der Verteporfin-Behandlung werden Ihre Haut und Augen verstärkt lichtempfindlich sein. Vermeiden Sie daher für einen Zeitraum von bis zu zwei Tagen nach dem Eingriff direktes Sonnenlicht und helle Innenraum-Beleuchtung.
Maßnahmen Zuhause:
- Tragen Sie nach Möglichkeit die Sonnenbrille, die Sie von Ihrem Arzt erhalten haben.
- Achten Sie darauf, die Vorhänge zu schließen, wenn Sie sich während des Tages in Fensternähe aufhalten.
- Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht durch Oberlichten und Fenster.
Für die Behandlung bitte mitbringen:
- Handschuhe
- Einen breitkrempigen Hut
- Langärmeliges Hemd oder Pullover und lange Hose
- Als Vorsichtsmaßnahme sollten Sie während der ersten zwei Tage nach der Behandlung direkte Sonneneinstrahlung oder helles Licht meiden.
Darunter fällt unter anderem:
- Helles Sonnenlicht
- Bräunungsstudios, Sonnenbanken
- Halogenleuchten in Büros und Zuhause, (auch helle Halogen - Leselampen, etc.).
- Beleuchtungskörper wie sie u.a. bei Zahnärzten und in Operationsräumen benutzt werden.
- Sie müssen sich nicht im Dunklen aufhalten, denn gedämpfte Beleuchtung hilft Ihrem Körper, das photosensibilisierende Medikament rascher abzubauen.
- Sie können fernsehen oder Kinovorstellungen besuchen.
- Meiden sie innerhalb der ersten 48 Stunden den Aufenthalt im Bereich von Fenstern und Oberlichten ohne Vorhänge.
Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht während der ersten 2 Tage
Wenn möglich verlegen Sie Aufenthalte im Freien (z.B. Einkaufen) in die Zeit nach Sonnenuntergang bzw. der Dämmerung. UV-Gläser sind kein effektiver Schutz gegen Lichtempfindlichkeitsreaktionen. Nach zwei Tagen können Sie Ihren Alltag wieder wie gewohnt führen. Es sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen mehr notwendig.
Falls Sie während der ersten 2 Tage doch tagsüber im Freien unterwegs sind
- Tragen Sie Langarm-Hemden und lange Hosen
- Wählen Sie vorzugsweise dicht gewebte Materialien in hellen Farben
- Verwenden Sie Handschuhe
- Ziehen Sie Socken und Schuhe an
- Setzen Sie eine Sonnenbrille auf
- Tragen Sie einen breitkrempigen Hut



